Die Musikschule des Musikvereins soll Jugendlichen das Erlernen eines Instruments ermöglichen. Dabei wird Kindern als Einstieg die Blockföte angeboten, später besteht dann die Möglichkeit ein Holzblasinstrument (Querflöte, Klarinette, Saxophon), ein Blechblasinstrument (Trompete, Posaune, Horn, Tenorhorn, Tuba) oder ein Schlaginstrument (kombiniertes Schlagzeug, Xylophon etc.) zu erlernen. Das Spiel mit der Blöckflöte erleichtert den Einstieg in die Welt der Musikinstrumente, ist aber nicht zwingend vorgeschrieben. Im übrigen lässt sich bei dieser Vorgehensweise auch erkennen, ob das Kind mit dem nötigen Eifer bei der Sache ist, damit unnötige überraschungen ausbleiben, wenn gleich mit der Trompete angefangen wird...
Der Musikverein arbeitet bei der Ausbildung der Musikschüler mit der Musikschule der Raumschaft Markdorf zusammen. Hier stehen ausgebildete Musiklehrer zur Verfügung, die die Kinder und Jugendlichen mit fachlichem Wissen und pädagogischen Einfühlungsvermögen unterrichten. Die Musiklehrer kommen dazu nach Oberteuringen in die Grundschule oder ins Musikheim des Musikvereins. Dadurch wird den Schülern eine weitere Fahrt nach Markdorf erspart.
Im Moment werden etwa 100 Kinder und Jugendliche in der Musikschule des Musikvereins ausgebildet. Für diese Schüler ist der Samstag vor dem 2. Advent der musikalische Höhepunkt des Jahres. Bei der Weihnachtsfeier der Musikschule präsentieren die Schüler ihr Können vor einem interessierten Publikum.
Auszug aus
vom 30. November 2006
[..] Dabei ist es längst kein Geheimnis mehr, wie sehr Musik die Entwicklung des Menschen fördert. Der renommierte amerikanische Kognitionspsychologe Howard Gardner etwa hat eine Intelligenztheorie entwickelt, die auch emotionale und soziale Fähigkeiten einschließt. Er hält die musikalische Intelligenz für eine der wichtigsten Teilintelligenzen des Menschen. Die Welt der Töne befähigt Kinder, ihre Umgebung besser zu verstehen und sich anderen mitzuteilen. Musizieren lässt die Verbindungen zwischen den Nervenzellen beider Gehirnhälften besser wachsen, fördert Konzentration und Kommunikation. Dabei, so ergaben wissenschaftliche Studien, ist es besonders wichtig, selbst aktiv zu werden, zu singen, ein Musikinstrument zu spielen. Passives Konsumhören bringt nur wenig. Kinder, die ab dem sechsten Lebensjahr kontinuierlich zwei Stunden Musikunterricht in der Woche haben, dazu ein Instrument lernen und es in einem Ensemble spielen, könnten nach drei Jahren ihre Intelligenzleistungen und vor allem das räumliche Vorstellungsvermögen verbessern, folgert der Musikpädagoge Hans Günther Bastian aus einer Langzeitstudie an Grundschülern. Sie seien aufnahmefähiger, sozial kompetenter und selbstbewusster als unmusikalische Gleichaltrige. In Folgestudien wurden Bastians Beobachtungen bestätigt, auch kontrovers diskutiert. Mit Musikunterricht lassen sich zwar keine besseren Menschen schaffen, sicher jedoch Eigenschaften und Begabungen vertiefen, die schon angelegt sind. Es gibt viele musische "Transfer-Effekte", aber vor allem soll Musikunterricht den Kindern Spaß machen, da sind sich die Forscher einig. Dann macht Musik besonders glücklich, wie unter anderem der Neurowissenschaftler Vinod Menon und der Psychologe Daniel Levitin an der Universität Stanford untersucht haben: Gern gehörte Melodien stimulieren Regionen im Gehirn, die dafür zuständig sind, den Körper mit angenehmen Gefühlen zu "belohnen". [..]