
vom 28. November 2011
von Michael Tschek
Sowohl die Jugend- als auch die Trachtenkapelle des Teuringer Musikvereins waren beim Jahreskonzert im Gemeindezentrum „Die Post“ hoch motiviert und präsentierten dem Publikum einen unterhaltsamen Abend mit bekannten Figuren aus der Literatur, klassischer Oper und der Welt des Films. Einen gelungenen Einstand als Dirigentin der Jugendkapelle feierte Martina Moser bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt.
„Ihr Name ist Kopp - Sandra Kopp“, so stellte Anne Haas passend die Dirigentin der Trachtenkapelle beim Finale mit bekannten Melodien aus "James Bond 007" vor. Von Haas bekam das Publikum den ganzen Abend charmante Erläuterungen zu den einzelnen Stücken. Die James-Bond-Runde war der Abschluss eines Konzerts, das die Zuhörer im gut gefüllten Saal zweieinhalb Stunden begeisterte und einmal mehr die Handschrift Sandra Kopps trug.
Den Abend eröffnete die Teuringer Jugendkapelle unter der Leitung von Martina Moser. Dass sie ein ähnlich gutes Gespür wie ihre Vorgängerin Sandra Kopp hat, war bei der Auswahl der Konzertstücke zu erkennen. „Für einen festlichen Anlass“ lautet der Untertitel der Komposition „Fanfare and Flourishes“ von James Curnow, den die Dirigentin zum Auftakt treffend gewählt hatte. Dem Zuhörer war die Melodie wohlbekannt, wird sie doch bei allen Eurovisions-übertragungen gespielt.
Mit zeitgenössischen Stücken „Reflections for Band“ von Johan Nijs und „Dancing on the Seashore“ aus der Feder von Jan Hadermann unternahm die Kapelle einen Ausflug nach Belgien und Holland. Mit anhaltendem Beifall forderten die Zuhörer eine Zugabe, und die gab es mit dem musikalischen Versprechen „See you“ - Bis bald.
Eine überraschung hatte Sepp Ruess in der Pause für den musikalischen Nachwuchs parat. Er übergab der Vorsitzenden des Musikvereins, Karin Adebahr, einen Scheck über 1000 Euro für die Jugendarbeit.
Im zweiten Teil des Konzerts mit der Trachtenkapelle betraten Figuren den Konzertsaal, die unterschiedlicher nicht sein konnten. SSo war mit „Hobbits“ eine grandiose Konzertversion aus „Herr der Ringe“ von Johan de Meij zu hören. Es folgte mit „Der Barbier von Sevilla“ von Gioacchino Rossini ein Ausflug in die komische Oper. 500 Millionen Jahre zurück ging es im Stück „At the break of Gondwana“ von Benjamin Yeo. Die Schlaginstrumente empfanden den Ausbruch von Vulkanen und Erdbeben auf dem Urkontinent eindringlich nach.
Solisten zu präsentieren gehört beim Jahreskonzert immer dazu. Flügelhornist Christian Giray stellte dieses Mal mit „Solo Brasso“ ein modernes Stück von Otto Schwarz vor, und Martina Moser führte mit dem wunderschönen Klang ihrer Klarinette das Publikum mit dem Stück „If I had you“ von Ted Shapiro zurück in die 20er-Jahre des letzten Jahrhunderts. Dazwischen gab es noch viel Spaß mit Melodien aus „Mary Poppins“. Mit kräftigem Beifall bedankte sich das Publikum.